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Programm


Sonntag, 2. April 2006, 19 Uhr
Pfarrkirche St. Peter, Lörrach

Wolfgang Amadeus Mozart - Meistermusik KV 477

Eckehard Kiem - "judicare saeculum" für Chor und Orchester (Uraufführung)

Wolfgang Amadeus Mozart
Requiem

Julia Thornton, Sopran
Heike Werner, Alt
Michael Pflumm, Tenor
Wolfgang Newerla, Bass

Motettenchor Lörrach
Orchester des Motettenchores

Leitung Stephan Böllhoff


 
 

Karten zu 25/20/15/10 Euro, Ermäßigung von 3 Euro für Schüler, Studenten und Behinderte Vorverkauf bei den Chormitgliedern und im Musikhaus Geissler am Marktplatz in Lörrach
Telefon/Fax: 07621 / 84460 – Abendkasse ab 18 Uhr


 
 

[...] Und nun auch ein Wort über das Mozart'sche Requiem.
Die Sage über die mystische Bestellung desselben, und dass der Meister seine Arbeit nicht vollendet, war in München sogleich nach Mozart's Tode bekannt. Man wusste, dass die Composition des Sanctus und des Agnus Dei Hrn. Süssmayr angehöre, der auch manches andere unvollendet gelassene mochte arrangirt und instrumentiret haben. Aber, dass Mozart, der ehrliche, redliche Mozart, zwar das Honorar angenommen, aber die Arbeit selbst theils aus früheren Jugendversuchen, überhaupt ohne Fleiss, ohne Antheil, ohne Liebe zur Sache bloss nothdürftig zusammengestoppelt habe – diese seltsame Äußerung würde Niemand unter uns haben aussprechen wollen, wäre sie ihm auch in den Sinn gekommen. Und bloss in Beziehung auf dieselbe führen wir an, was der brave wahrheitliebende Schack, bey so mancher Veranlassung, lange vor dem Erscheinen der Cäcilia uns mittheilte. Mozart, so erzählte er unter vielem Andern, was nicht hierher gehört, erhielt für die Composition des Requiem funfzig Dukaten, die Hälfte davon vorausbezahlt. Da ihm keine Eile in der Arbeit anbefohlen war, so reiste er in der Zwischenzeit noch nach Prag. Den grössten Theil seines Requiem schrieb er auf der Laimgrube in dem Trattnerschen Garten.

Sobald er eine Nummer vollendet hatte, liess er sie sogleich singen und spielte dazu die Instrumentation auf seinem Piano. Selbst an dem Vorabende seines Todes liess er sich die Partitur des Requiem noch zum Bette hinbringen und sang (es war zwey Uhr Nachmittags) selbst noch die Altstimme; Schack, der Hausfreund, sang, wie er es denn vorher immer pflegte, die Sopranpartie, Hofer, Mozart's Schwager, den Tenor, Gerle, später Bassist beym Mannheimertheater, den Bass. Sie waren bey den ersten Takten des Lacrimosa, als Mozart heftig zu weinen anfing, die Partitur bey Seite legte, und elf Stunden später um ein Uhr nachts, verschied (5ten Dec. 1791, wie bekannt).

"Allgemeine musikalische Zeitung", Leipzig, Juli 1827


 
 
 
 
 

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